Rückenschmerzen bei Senioren

1. Die Älteren trifft es umso häufiger: Die Pein in der Rückseite

Mitunter zwickt es auch schon junge Menschen hier und da im Rücken und zwingt dazu, das ein oder andere Mal die Füße hochzulegen und ein wenig kürzer zu treten. Schon eher beunruhigend in diesem Zusammenhang ist, dass häufig schon Teenager mit zwölf oder 13 Jahren recht massive Haltungsschäden haben und auf lange Sicht gesehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dauerhaft Rückenschmerzen bekämpfen müssen. Dennoch lässt sich eine ansteigende, mit dem Alter korrelierende Kurve statistisch beschreiben. Hiernach gilt, dass Schmerzen im Rücken umso häufiger und auch umso stärker und intensiver auftreten, je älter der betreffende Patient ist. Einer der Gründe, warum gerade Senioren unter dieser Last gehäuft stöhnen, liegt in den stärkeren Abnutzungen ihres Körpers und darin, dass sich jahre- oder gar jahrzehntelange ungesunde Lebensweisen (z.B. falsches Sitzen) erst im Herbst des Lebens mit voller Wucht bemerkbar machen und ihr hässliches Gesicht zeigen. Eine wertvolle Anregungen, wie sich Rückenschmerzen bekämpfen lassen, stellen die folgenden Zeilen zur Verfügung.

2. Ohne Leistungsdruck, dafür mit Spaß und Maß: Sport

Es mag paradox klingen, aber gerade Sport und nicht etwa Ruhe und Schonung können viel dazu beitragen, dass Rückenschmerzen effektiv in Schach gehalten und zurückgedrängt werden. Die Muskeln des Rückens erfahren vermehrte Durchblutung, werden geschmeidiger und kräftiger. Entsprechendes gilt für Sehnen und Bänder, die gleichermaßen zur Abwesenheit von Schmerz beitragen. Eine der wenigen Sportarten, die auch von Menschen mit stark geschädigten Knien noch wahrgenommen werden kann, markiert das Schwimmen. Dabei ist in erster Linie das Rückenschwimmen ganz besonders anzuraten; wer es noch nicht kann, wird seine Freude und manchen Lacher damit erleben, es mit einem netten Partner nach und nach einzuüben. Auch Kraulen fördert den Rücken und ist nicht mit der Gefahr verbunden, zusätzliche Verkrampfungen im Muskelgewebe zu fördern (wie es bspw. beim Brustschwimmen und vor allem beim Delphin-Schwimmen gegeben ist). Auch Joggen und Radfahren kommt in Frage, wobei gute Schuhe im erstgenannten und eine disziplinierte, gerade Haltung im zweiten Fall notwendig sind, um keine kontraproduktiven Effekte hervorzurufen.

3. Der Alltag entscheidet: Heben, sitzen und bücken auf die richtige Weise

Wer sich beim Heben besonders ungeschickt anstellt, kann sich im wahrsten Sinne des Wortes Knochen brechen und wird sodann lange Zeit unter heftigen Rückenschmerzen leiden müssen. Wer z.B. einen der alten Röhrenfernseher mit gebeugtem Rücken und beiden Armen ruckartig vom Boden aufheben will und sich dabei womöglich auch noch dreht, mutet der Wirbelsäule Lasten zu, die kaum noch vorstellbar sind. Bitte gehen Sie daher beim Bücken in die Knie und beugen Sie Ihren Rücken überhaupt nur dann, wenn es sich partout nicht vermeiden lässt. Denn für diese Verbeugungen und für schweres Heben aus solchen Winkeln heraus ist die menschliche Anatomie mitnichten konstruiert. Beim Sitzen auf dem Bürostuhl kann ebenfalls viel getan werden, um Rückenschmerzen zu bekämpfen. Dazu trägt schon bei, wenn man das Steißbein ein wenig hin- und herbewegt und sich etwa im Sinne der "Feldenkrais"-Methodik fit und flexibel hält.

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